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Fitzgerald&Riminis Vogelschau: Eine Tonbildrevue mit den Swinging Slaves

Fitzgerald&Rimini präsentieren in ihrer neuen Show Geschichten, wie sie das groteske Leben schreibt: Ein Mauersegler fliegt übers Meer, ein Hallauer in sein
Häuschen. Ein Hund wird Künstler, reisst sich das Fell vom Leib und Didi Marleno verkauft Musik in angepasster Lautstärke für jeden Anlass. Grosses Kino auf
Klangteppich. Das meiste ist wahr, alles echt.

Tonbildrevue – Super8-Hit – Song-Geschichten
In Vogelschau verzahnen die Autorin Fitzgerald (Ariane von Graffenried) & der Musiker Rimini (Robert Aeberhard) nicht nur Wort und Musik miteinander, sondern erweitern ihre Spoken-Word-Kammermusik durch Bilder von Ester Vonplon und Roger Eberhard. Die beiden Gewinner des Schweizer Fotopreises bereisten 2009 mit einer Packung Polaroid die deutsch-polnische Küste und hielten den Roadtrip in Schwarz-Weiss-Bildern fest. Fitzgerald schrieb für das Künstlerbuch der beiden Fotografen Gedichte. Sie verweisen auf Sagen und reale Geschichte, jene etwa der Besatzung, Enteignung und Vertreibung. Das ehemalige Urlaubsgebiet der DDR ist ein beliebter Brutplatz für Zugvögel. Heute wildert dort die NPD. Rimini schafft zusammen mit den Swinging Slaves eine mitreissende Klangwelt zur Uraufführung der performativen Bildschau.
Zudem präsentieren Fitzgerald&Rimini im Progr einen live vertonten Super-8-Film. Authentische Protagonisten eines Familienfilms werden zu Berühmtheiten der Weltgeschichte fiktionalisiert.
Neben Stücken ihrer aktuellen CD Aristokratie und Wahnsinn spielt das Berner Duo im Progr neue Geschichten: Jene eines Mannes, der in Oberhallau mit einem Kleinflugzeug in sein Elternhaus fliegt. In einer Selbstmörder-Ballade umschreiben Fitzgerald&Rimini das Schweizerische 9/11 als Angriff gegen die eigene Ordnung im verschonten Land. Ob die kleine Spinne, die ein Netz um den havarierten Reaktor des Kernkraftwerks Mühleberg spannt, das Schlimmste verhindert, bleibt offen. Nicht aber, wie Künstler an der Welt scheitern: Als Hund in einer Talentshow oder als Alleinunterhalter am Firmenanlass. Dazu rocken die Swinging Slaves im Dreivierteltakt.

Aristokratie und Wahnsinn

Spoken-Word-Kammermusik

Die Combo Elsa Fitzgerald (Text/Textperformance) und Ribi Rimini (Elektronischer Bass/Musikkomposition) erzählen vom Alltag und von Wahnsinn. Ihre Geschichten handeln von Schweizer Randgruppen: von Autonomen, Aristokraten, Berner Oberländern, Heilsarmeeoffizieren, Rentnern und drogensüchtigen Gassenmädchen. Die Figuren stehen im Mittelpunkt des Geschehens und werden zu Helden. Ihr Blick auf die Welt entlarvt die Absurditäten des Gewöhnlichen.

Unterstützt von GastmusikerInnen, AutorInnen und PerformerInnenwandeln sich Fitzgerald&Riminis Geschichten auf der CD Aristokratie und Wahnsinn zu  Sprechstücken mit Klang, zu Chansons mit zwingenden Texten, zum fulminanten musikalischen Hörspiel.

“Von Graffenried und Aeberhard verzahnen ihre Künste höchst rhythmisch und zwingend ineinander. Und da, wo die Musik tatsächlich die Stimmung im Text verdoppelt – vor allem dann, wenn es trist wird –, da werden aus diesen Song-Geschichten literarisch-musikalische Pfeile, die ohne Umwege mitten ins Herz zielen.” Der Bund, 12.5.2011

“Was die beiden nun auf «Aristokratie und Wahnsinn» präsentieren, ist ein Genre für sich. Text und Klang ergänzen und kontrastieren sich, mal intensiviert ein melancholischer Sound die Tragikomik der Erzählung, mal wird der rhythmisierte Wortfluss zum diskreten Begleiter von kunstvollen Klanglandschaften. [...] Das Resultat ist eigenwillig, eine Art Kino fürs Ohr mit Spezialeffekten.” Berner Zeitung BZ, 12.5.2011